|
Das
Elbsandsteingebirge
Genaugenommen ist diese Bezeichnung nicht korrekt. Es handelt sich dabei vielmehr um ein
gestuftes, von der EIbe und kleinen Nebenflüssen zerfurchtes Tafelland mit Höhen
zwischen 200 und 700 Meter über dem Meeresspiegel. Dieses waldreiche, aus
Quadersandsteinen aufgebaute "Bergland" hat eine Flächenausdehnung von etwa 400
qkm und befindet sich im Südosten Deutschlands, etwa 20 km östlich der Stadt Dresden.
Das Elbtal mit den links und rechts davon aufragenden Tafelbergen Lilienstein (416m),
Königstein (361m), Pfaffenstein (429m), Papststein (451m) und Zschirnstein (562m) geben
der Landschaft das Gepräge.
Im Detail sind es tief eingeschnittene Täler und Schluchten, welche meist beidseitig von
Felsabstürzen begrenzt sind.
Diese Felsenwelt wird auch oft als "Sächsische Schweiz" bezeichnet. Der Name
wurde um 1766 von den beiden schweizerischen Künstlern Adrian Zingg und Anton Graff
geprägt, die von der Schönheit und Romantik dieser Landschaft fasziniert waren.
Sicher war es auch Stolz, der Rudolf Fehrmann veranlasste gegen das Namensplagiat
aufzutreten. Die von ihm geprägte Bezeichnung "Sächsisches Felsengebirge"
konnte sich jedoch nie so recht durchsetzen.
Heute ist das Elbsandsteingebirge oder die "Sächsische Schweiz" ein Ausflugs-
und Erholungsziel, dessen Erschließung ab 1780 begann. Im Zuge dieser Entwicklung wurde
es erklärtes Landschaftsschutzgebiet; einige Teile davon sogar Naturschutzgebiet
Formenreich sind die Felsen. Dort wo weicheres, damit leichter abtragbares Gestein
auftritt, dominiert die abgerundete, eher massige Felsform. Wo es härter ist, markiert
sich dies in schlanken eckigen Felssäulen und Kleingriffigkeit.
Man zählt etwa 1100 freistehende Felstürme und Nadeln, mit Höhen von 10 bis 100 Metern.
Sie sind mit ihren zur Zeit etwa 15000 verschiedenen Aufstiegen gleichzeitig die
Kletterziele.
An Massivwänden - der Definition nach keine "Gipfel" - darf derzeit bis auf
zwei Ausnahmen (Lilienstein / West- und Südwestseite, sowie Großer Zschirnstein /
Südwand) aus Gründen des Landschafts- und Naturschutzes nicht, oder noch nicht
geklettert werden .
|
|